AUSLOBER
Gemeinde Barbing

VERFAHREN
Beschränkt offener städtebaulicher Realisierungswettbewerb

TEAM
Thomas Guba, Martine Sgard

ZUSAMMEN MIT
Braun+Müller, Architekten; Andrea Gerischer, Landschaftsplanung

ABGABE
Januar 2008

ORT
Barbing, Bayern

AUSZEICHNUNG
3. Preis

Wettbewerb "Kirchstraße Barbing" - 3. Preis

Durch die Umlegung des Durchgangsverkehrs hat die Gemeinde Barbing die außergewöhnliche Chance, ihren Ortskern umzugestalten und dadurch zu einer neuen ortsprägenden Identität zu finden.
Aufgabe ist es hierbei, die natürlichen Begrenzungen des alten Ortskerns wieder lesbar zu machen.
Die nördliche Ortsgrenze wird durch die ehemalige Hochwasserlinie der nahe gelegenen Donau markiert. Diese Linie soll durch einen neuen Ortsrandweg nachgezeichnet werden, die Barbinger Promenade, die mit ihrem Vegetationssaum aus einheimischen Gehölzen Teil eines neuen Erholungsraums wird.

Die vorgelagerte Felderzone reicht bis zum Augraben und ist ein spannender Übergangsraum zwischen Dorf und landwirtschaftlich genutztem Donautal. Hier soll ein flexibler, vielfältiger Feldergarten entstehen. In den Baumsaum des Augrabens eingeschnittene Sichtfenster sowie Fußgängerstege über den Wasserlauf vernetzen Barbing und den Feldergarten mit der weiten Donaulandschaft und bilden immer wieder Sichtachsen zur nahe gelegenen Walhalla.

Die Baufelder im östlichen Bereich ordnen sich ebenfalls in die flexible Felderstruktur ein. Größe und Zuschnitt der Grundstücke sowie die architektonische Konzeption der aufgeständerten Passivhäuser verweisen auf die außerörtliche Lage im ehemaligen Schwemmlandbereich.

Im Gegensatz hierzu sollen die innerörtlichen Baumaßnahmen dem typologischen Duktus der alten Gehöfte und lang gestreckten Scheunen folgen und durch sensible Handschrift in zeitgenössische Architektur überführt werden.